Android 6.0 Marshmallow

Mit Android 5.0 Lollipop hatte Google seinem mobilen OS eine optische Frischzellenkur verpasst – alles schimmert nun im Material Design. Leider sind jedoch allerhand Fehler und Bugs übersehen worden, die teilweise selbst unter Android 5.1 und 5.1.1 noch vorhanden sind – unter anderem der lästige Speicherbug. Android 6.0 soll unter anderem genau diese Fehler beheben und das Betriebssystem wieder auf ein höheres Niveau in Sachen Softwarequalität heben. Im Zuge der Google I/O-Ankündigung ging Chefentwickler Dave Burke auf sechs Eckpfeiler von Android Marshmallow ein, auch wenn das Update weitere Features und verbesserte Funktionen mitbringt.

Bislang war es unter Android lediglich möglich, Apps entweder zu installieren und diesen alle eingeforderten Rechte zu gewähren, oder man ließ die Finger von der Anwendung. Mit Android 6.0 ändert sich dies endlich, denn Google integriert eine On-The-Fly-Zugriffsverwaltung: Jeder neu installierten App können bestimmte Berechtigungen einzeln erteilt oder entzogen werden. Dies ist indes nicht völlig neu – unter iOS ist dies seit einigen Jahren möglich, aber nur für Kontakte und Ortsdaten. Unter Marshmallow können insgesamt acht Berechtigungsarten gesteuert werden, die da wären:

  • Telefonfunktion
  • SMS
  • Kalender
  • Kamera
  • Mikrofon
  • Kontakte
  • Standort
  • Sensoren

Falls man einer App nachträglich bestimmte Rechte entziehen oder gewähren möchte, kann dies über die jeweilige App-Info, die Google neu strukturiert hat, erfolgen.

Unter Android 6.0 Marshmallow wachsen Web- und native Apps näher zusammen. Mithilfe der Funktion Chrome-Custom-Tabs wird es Entwicklern gestattet, einen Chrome-Tab so zu gestalten, dass er wie eine native App erscheint. Der Tab läuft dabei als Overlay über einer App und bietet die Option, Web-Content im Design der App wiederzugeben. Auf diesem Wege ist es beispielsweise möglich, nahtlos auf im Google-Konto gespeicherte Log-ins sowie Passwörter zuzugreifen und auch auf die Autovervollständigungs-Funktion des Browsers kann zugegriffen werden.

Eine weitere in diesem Zuge angekündigte Funktion sind „App-Links“. Mit diesem Feature können App-Entwickler in ihre Anwendungen entsprechende Details integrieren, in denen angegeben werden kann, ob ein Link beispielsweise im Browser oder direkt in einer Anwendung geöffnet werden soll. Bislang mussten Nutzer diese mindestens einmal manuell durchführen – hat der Entwickler die neue Funktion in seine App integriert, fällt dieser Schritt weg.

Die neueste Android-Iteration hat außerdem noch viele weitere Neuerungen an Bord: Beispielsweise hat man auch am Energiemanagement insbesondere für eine bessere Standby-Zeit gebastelt. Doze, so der Name des neuen Features, soll die Laufzeit im Ruhemodus erheblich verbessern. Wird das Smartphone beispielsweise mit deaktiviertem Display in die Hosentasche gesteckt, so werden viele Apps „schlafen“ gelegt – nur die wichtigsten Anwendungen können noch Benachrichtigungen senden. Der Nutzer hat in den Akku-Einstellungen die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen und zu regeln, welche Apps von Doze berührt werden. Im direkten Vergleich mit Android 5.0 Lollipop soll mit Version 6.0 Marshmallow eine Verdopplung der Standby-Zeit erreicht werden können – als Beispielgerät wurde das Nexus 9 angeführt.

Android 6.0 unterstützt darüber hinaus den neuen Stecker-Standard USB 3.1 Typ C, der bidirektional einsteckbar ist, sodass man den Anschluss drehen und wenden kann wie man will, ohne Gefahr zu laufen, ihn falsch anzuschließen. Weitere positive Effekte von USB 3.1 Typ C sind die breite Unterstützung von Hardware-Peripherie und die Möglichkeit, andere Geräte mit Energie versorgen zu können; ein Tablet kann beispielsweise als Akkupack für ein Smartphone fungieren.

Zu den weiteren Features gehören unter anderem eine überarbeitete Lautstärkeregelung, mit der Nutzer wieder Medien, Rufton und Wecker separat regeln können. Außerdem hat Google das Textauswahl-Werkzeug verbessert, der im Google Now-Launcher integrierte App-Drawer scrollt nun vertikal statt horizontal und Entwickler haben die Möglichkeit, automatische App-Backups anzulegen. Auch die Schnelleinstellungen lassen sich nun individuell anpassen, Google Now on Tap bietet per Knopfdruck kontextsensitive Informationen und vieles mehr.

Am 5. Oktober 2015 hat Google damit begonnen, Factory Images für Android 6.0 Marshmallow bereitzustellen. Damit können Besitzer aktueller Nexus-Geräte sich das neue Systemabbild auf ihr Mobilgerät installieren, ohne auf OTA-Updates zu warten. Wann die ersten Android 6.0-Updates für Geräte von Samsung, HTC & C0. ausgerollt werden, liegt an den jeweiligen Herstellern.

Neues zu Android 6

Samsung Galaxy 7

Das ist neu

Neben dem großen Trend virtuelle Realität, bei dem Nutzer ihre Umgebung mit einer kugelförmigen Kamera im 360-Grad-Winkel filmen können, sind die neuen Geräte wasserdicht und staubresistent. Das Samsung S7 Edge ist nun mit 5,5 Zoll etwas größer geworden. Wie das S7 verfügt es über ein AMOLED-Display, das Inhalte in HD-Qualität darstellt.

Im Sperrbildschirm werden nun Uhrzeit und Datum angezeigt, auch ohne dass viel Batterieleistung verbraucht wird.

Speicherplatz kann auf 200 GB erweitert werden

Doch mit am meisten feiert sich Samsung für das Comeback der Mikro-SD-Karten! Der zusätzliche Speicher-Slot war beim Galaxy S6 (Edge) entfallen, weshalb Nutzer den Speicherplatz nicht manuell erweitern konnten.

Jetzt feiern die Speicherkarten ein Comeback und ermöglichen eine Aufstockung des regulären Speicherplatzes (32 oder 64 GB) um "bis zu 200 GB". Was für eine Revolution! Oder auch nicht!

Denn schließlich sind viele Smartphones und Tablets schon seit Jahren mit einem zusätzlichen Speicher-Slot ausgestattet. Okay, die Speichergröße von 200 GB ist schon viel, aber eine wirkliche Innovation sieht anders aus.

(dpa/ met)

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Samsung Galaxy bezeichnet mehrere mobile Geräte (Smartphones, Tablet-Computer, MP3-Player, Fotoapparate und Smartwatches) des südkoreanischen Konzerns Samsung Electronics. Allen Geräten der Galaxy-Familie gemein ist der Einsatz des Betriebssystems Android in verschiedenen Versionen.

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