Stuttgart. „Neun Prozent Zuwachs ist ein überwältigendes Ergebnis für die E-Handwerke“, kommentiert Thomas Bürkle, Präsident des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg, die von den Handwerkskammern im Land erhobenen Ausbildungszahlen.

Die baden-württembergischen E-Handwerksbetriebe haben vergangenes Jahr 1.595 neue Ausbildungsverträge geschlossen. Mit 133 Einsteigern mehr als im Vorjahr stehen die E-Handwerke auch im Vergleich mit dem Gesamthandwerk prächtig da: Neun Prozent Zuwachs bedeuten einen Wert deutlich über dem Landesdurchschnitt, der bei weniger als einem halben Prozent liegt. Von den rund 19.300 Jugendlichen, die sich 2014 in Baden-Württemberg für eine Ausbildung im Handwerk entschieden haben, hat demnach fast jeder zwölfte einen Beruf der Elektro- und Informationstechnik gewählt.
Ein Erfolg, der nicht von ungefähr kommt – schließlich haben die E-Handwerke bundesweit massiv für sich geworben. Zum Beispiel mit einem Kinospot, der zeigt, dass hinter den Ausbildungsberufen der Branche weit mehr steckt als es das Klischee des „Schlitzeklopfers“ kolportiert. „Die Kampagne zeigt auf zielgruppengerechte Art und Weise, dass die E-Handwerke interessant und technisch höchst anspruchsvoll sind“, so Bürkle. Eine Botschaft, die zumindest in Baden-Württemberg angekommen zu sein scheint.
Die hervorragenden Zahlen seien aber auch darauf zurückzuführen, dass hierzulande zusätzliche Anstrengungen unternommen wurden: „Auf die bundesweite Google-Adwords-Kampagne haben wir nochmal eine Schippe draufgelegt. Der Erfolg dieser Investition lässt sich an den Klickraten unserer Online-Ausbildungsbörse deutlich ablesen“, so der Fachverbandspräsident weiter. Außerdem startete der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg letztes Jahr eine Ausbildungsoffensive, die den Betrieben im Land das nötige Rüstzeug zu einer zeitgemäßen Strategie für die Suche nach Auszubildenden vermittelt hat. „Hinzu kommt, dass viele unserer Innungen deutlich aktiver geworden sind und für die E-Handwerke geworben haben – beispielsweise auf lokalen Ausbildungsmessen“, ist Bürkle voll des Lobes.
„Die ganze Mühe hat sich nun ausgezahlt“, freut sich Bürkle. Es müsse aber auch klar sein, dass man sich auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen darf: „Als vom Fachkräftemangel stark betroffene Branche ist es für uns immens wichtig, unsere Auszubildendenzahlen konstant hoch zu halten. Um dies zu erreichen, müssen wir unsere Anstrengungen über die nächsten Jahre hinweg verstetigen.“

Quelle: Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg

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