Wer ein öffentliches WLAN zum Surfen benutzt, lebt meist gefährlich. Denn die Funknetze sind nur selten abgesichert und die über Smartphone, Tablet oder Laptop gesendeten Daten werden unverschlüsselt übertragen. Hacker haben dann leichtes Spiel, die Daten abzugreifen und für ihre Zwecke zu missbrauchen. 

missbrauchen.

Wir haben einen professionellen Hacker losgeschickt, um zu prüfen, wie sorglos Menschen an öffentlichen Hotspots mit ihren Daten umgehen. Frank Timmermanns erklärt, wie man die Nutzung sicherer macht. (10.02.2015)


Öffentliche WLAN-Netze, so genannte Hotspots, werden immer beliebter. Kein Wunder, schließlich ist es wirklich praktisch, im Café mal eben die Mails zu checken oder kurz online den Kontostand zu überprüfen, ohne dass dafür das eigene Datenvolumen schrumpft. Doch so mancher User geht beim Hotspot-Surfen viel zu sorglos mit seinen Daten um. Die meisten öffentlichen Netze übertragen die ausgetauschten Daten unverschlüsselt. Sie können von Hackern mitgelesen werden.
 
„So können Passwörter ausspioniert und E-Mailadressen gekapert und missbraucht werden. Im schlimmsten Fall können Bankdaten ausgekundschaftet werden und andere gehen dann damit einkaufen“, skizziert Frank Timmermann vom Institut für Internetsicherheit in Gelsenkirchen die Gefahren. Vor allem die E-Mailadresse sei für die Angreifer interessant, so der Experte, denn diese ermögliche den Zugang zu vielen weiteren Diensten. Das Prozedere ist simpel: Haben die Hacker erstmal einen E-Mailzugang übernommen, gehen sie beispielsweise auf die Seiten von Shopping-Anbietern oder sozialen Netzwerken und geben dort an, sie hätten ihr Passwort vergessen. Sie lassen das Passwort zurücksetzen – und schon haben sie die Kontrolle über weitere Bereiche des Users.
 
 
Quelle ZDF.de

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